In Gersweiler entsteht eine neue barrierefreie Bogenschießanlage

Bretter bohren, das kann Edmund Minas, Vorsitzender des Gersweiler Behinderten- und Rehabilitationssportvereins (BRS) und Landesvizepräsident des BRS Saarland. Nun kann er mit Recht stolz darauf sein, seine Energie für ein ihm besonders wichtiges Projekt erfolgreich angewandt zu haben: in Zusammenarbeit mit Land und Stadt die parteiübergreifende Realisierung einer Bogenschießanlage als Landesleistungszentrum an der Aschbachschule im Gersweiler Ortsteil Ottenhausen.

Die gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gremien bei Planung und Vorbereitung wurde deutlich beim Spatenstich auf dem derzeit eher ungepflegten Wiesen-Gelände neben der Schule, auf dem die Anlage in den nächsten Monaten entstehen soll. Minas, Isolde Ries (Landtagsvizepräsidentin), Gaby Schäfer (Staatssekretärin im Sozialministerium), Hans Netzer (Präsident des BRS Saarland), Axel Riedschy (Vorsitzender des BRS Saarland) und Katharina Schett (Gersweiler Paralympic-Teilnehmerin) schwangen dort gemeinsam den Spaten.

Damit dokumentierten sie ihr großes Interesse, behinderten und nichtbehinderten Sportlern eine für das Saarland einmalige barrierefreien Sportanlage fürs Bogenschießen zu erschließen. „Um gute Ergebnisse und Leistungen in einer Sportart zu erzielen, muss man gute Voraussetzungen schaffen,“ so Minas. Und er deutete damit an, dass diese Anlage dazu beitragen werde, bei kommenden sportlichen Wettkämpfen noch bessere Ergebnisse als bisher erzielen zu können.

Auch Ministerin Schäfer sah dies ebenso. „Jeder in unserer Gesellschaft soll nach seinem Können und Talent seinen Sport betreiben,“ lobte sie den Mut von Edmund Minas, sich an solch ein Projekt herangewagt zu haben. Landtagsvizepräsidentin Isolde Ries freute sich besonders darüber, dass die Anlage unmittelbar neben der Grundschule Gersweiler gebaut wird. Disziplin, Genauigkeit und Freude, die für diese Sportart erforderlich seien, könnten schon seit geraumer Zeit einige Grundschüler in der Turnhalle der Aschbachschule lernen. Dank sprach sie auch der in Gersweiler ortsansässigen Firma Woll aus, die den Bogenschützen bisher in einer Halle auf ihrem Firmengelände Übungs-Gastrecht zur Verfügung stellt.

„Die Idee der Inklusion“, so Bürgermeister Ralf Latz als Vertreter der Landeshauptstadt, „wird hier realisiert.“ Das Projekt, das vor zweieinhalb Jahren angegangen worden sei, habe in der Person von Edmund Minas einen guten Vertreter für den Breiten- und Spitzensport gefunden, der nicht locker gelassen und sich nicht gescheut habe, wirklich „dicke Bretter zu bohren“, um das gesteckte Ziel zu erreichen.

„Hilfe durch Sport“ stand auf einem T-Shirt einer behinderten Sportlerin beim Spatenstich – wie wahr! Eigentlich ganz einfach, wenn Menschen sich die Mühe machen wie Edmund Minas, das zu erkennen und versuchen, es umzusetzen.