Paralympics-Tagebuch 2012

Erster Tag: Ankunft in London
heute Morgen gegen 6:45 Ortszeit in London-Stensted gelandet. Ein überaus freundliches Empfangskomitee stand bereit um uns an den Treffpunkt zu bringen. Frau Mowll unsere Gastgeberin erwartete uns schon, um mit uns ins Quartier zu fahren. Im Laufe des Nachmittags zeigte sie uns Croydon und Umgebung. Der sehr spannend und unterhaltsam verlief. Wir haben gleich zu Beginn eine einheimische Sportart kennen gelernt, Croouet. Von neuen Bekannten wurden wir direkt in die Gemeinschaft integriert und hatten sogleich unseren sportlichen Einsatz. Ein gelungener Tag mit vielen Eindrücken. Morgen geht’s nach London in die City.

Zweiter Tag: Odyssee durch London
Von unserm zu Hause in Croydon führen wir zunächst zu der Olympia Schließanlage für die Bogenschützen. Dort sahen wir mit dem Fernglas dem Trainingsbetrieb zu, da das Gelände hermetisch abgeriegelt war. Anschließend umrundeten wir die gesamte Anlage.
Am Nachmittag besichtigten wir London und landeten an der Trafalgar Square. Da wir keine Eintrittskarten für die Eröffnungsfeier haben, werden wir heute Abend am Public Viewing teilnehmen.

Dritter Tag: London erkunden
Der heutige Tag war der Beginn des Wettkampfes im Bogenschießen, aus saarländischer Sicht. Katharina belegte in der Qualifikation den 14. Rang mit 497 Ringen. Im 1/16 Finale trifft sie am 1.9.2012 auf die Amerikanerin Lee Ford. Unser Tag verlief indes etwas ruhiger. Auf dem Programm stand eine Bootsfahrt auf der Themse, die Besichtigung von Greenwich beim Olympia – Park. Im Bild ist die City Hall mit dem Emblem der Paralympics zu sehen. Den Abend lassen wir heute in einem Pub ausklingen.

Vierter Tag: Besichtigung des Olympia Park
Am heutigen Tag begann der Wettbewerb der Leichtathleten. Unsere Athletin wird erst am Samstag den 1.9.2012 in den Wettbewerb einsteigen. Dadurch blieb uns noch Zeit London zu erkunden. Am Morgen arbeiteten wir uns bis zum Olympia Park durch. Allerdings war für uns am Eingangstor zum Olympiastation Schluss, da wir keine Eintrittskarten ergattern konnten. Dennoch, auch aus der Ferne sind das Station und das Aquarium – Center imposante Gebäude. An der Viktoria Station angekommen, haben wir uns für eine Londonrundfahrt entschieden. Ein gelungener Tag geht dem Ende entgegen. Unser obligater Pub Besuch steht allerdings noch aus. Bis Morgen.

Fünfter Tag: Besuch des Wettkampfes
Der heutige Tag verlief anfangs nicht gut. Katharina Schett schied leider im Finalschiessen gegen die Amerikanerin aus. In der Leichtathletik gab es dagegen eine erfreuliche Nachricht. Claudia Nicoleitzik gewann den Vorlauf im 200 Meter Sprint und qualifizierte sich für den Endlauf, der am späten Abend ausgetragen wird. Ich habe heute zum ersten Mal Paralympics – Luft schnuppern können. In der Schießstation knistere die Luft zwischen den einzelnen Schützen. Es war eine sehr gute Atmosphäre in diesem Station. Trotz des leider nicht so erfolgreichen Ausgangs für die Deutschen Schützen, konnte ich dies genießen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir im Deutschen Haus des DBS. Viele Sportler/innen und Funktionäre werden wir dort treffen können um über die Paralympics zu diskutieren. Wir versuchen noch Karten für den Leichtathletikwettbewerb zu bekommen. Der Abend wird im Deutschen Haus enden.

Sechster Tag: Besuch im Deutschen Haus
Gestern konnten wir im Deutschen Haus des DBS im Fernsehen live miterleben wie Claudia Nicoleitzik die Bronzemedaille im 200 Meter Sprint gewann. Der heutige Sonntag verlief sehr ruhig. Statt der sportlichen- erlebten wir heute kulturelle Höhepunkte. Denn trotz intensiver Bemühungen ist es uns nicht gelungen, Eintrittskarten zu ergattern. Auf dem Programm stand deshalb ein Besuch der Kulturmeile am Piccadilly Circus und dem Trafalgar Square. Am Abend steht unser letzter Besuch im Pub an, denn morgen geht es schon wieder zurück in ein Hotel am Abflughafen.

Siebter Tag: Abschied
Der letzte Tag in London. Noch einmal ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen und die Rückreise organisieren, stand auf dem Programm. Leider haben ich keinen Kontakt zu unseren Athletinnen bekommen können, denn ihre Vorbereitungen zum nächsten Wettkampf ließ dies nicht zu. Als Fazit kann ich für mich festhalten, dass London und die Paralympischen Spiele ein einmaliges Erlebnis geworden ist. Unseren Sportlerinnen wünsche ich für die kommenden Aufgaben viel Erfolg.